Sonderthema | 24.11.2011
Eine angemessene Bezahlung und eine hohe Wertschätzung der geleisteten Arbeit sind für Berufstätige in Deutschland ausschlaggebend für die Attraktivität eines Arbeitsplatzes. Das ergab die nunmehr 16. Zusatzbefragung des Arbeitsklima-Index‘ der JOB AG, Fulda.
Dabei gaben 70 Prozent der Berufstätigen bei der Frage „Welche der folgenden acht Aspekte machen für Sie einen Arbeitsplatz attraktiv?“ an, dass eine angemessene Bezahlung die Attraktivität des Arbeitsplatzes am meisten beeinflusst. 56 Prozent der Nennungen entfallen auf die „Wertschätzung der geleisteten Arbeit“. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (47%) machen die Aufgabenverteilung und die Definition der Kompetenzen beziehungsweise die Verantwortung für einen Arbeitsplatz interessant. Alle weiteren Aspekte wie „flexible Arbeitszeitmodelle“, „gute Sozialleistungen“ und „Weiterbildung“ sowie „Weiterqualifizierung“ erachten weniger als 30 Prozent für relevant. Beim Arbeitsklima-Index handelt es sich um eine umfassende repräsentative Umfrage der JOB AG, Fulda, die seit vier Jahren jeweils vier Mal im Jahr vom Marktforschungsinstitut tns emnid durchgeführt wird.
Attraktivität des Arbeitsplatzes
Die JOB AG, Spezialist für Personal Management für Unternehmen und Job Management für Bewerber aus Fulda, befragt seit 2008 in jedem Quartal deutsche Berufstätige repräsentativ zum Arbeitsklima und nunmehr erstmals zur Attraktivität ihres Arbeitsplatzes. Hierbei konnten die Befragten aus mehreren Faktoren auswählen, beispielsweise angemessene Bezahlung, flexible Arbeitszeitmodelle und schnelle sowie transparente Informationspolitik der Vorgesetzten. Hierbei waren Mehrfachnennungen möglich.
Beide Seiten in der Pflicht
„Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Arbeitszeiten und eine gute Sozialleistung können noch so interessant sein, Wenn aber die angemessene Bezahlung und Wertschätzung nicht vorhanden sind, ist der Arbeitsplatz weniger attraktiv. Die öffentliche und politische Diskussion um Lohnuntergrenzen und equal pay in der Zeitarbeit unterstreichen diese Befragungsergebnisse, kommentiert Stefan Polak, Vorstand der JOB AG die Untersuchung. „Beide Seiten sind hier in der Pflicht. Arbeitgeber, die für eine angemessene Vergütung und Wertschätzung zu sorgen haben, und Arbeitnehmer, die gute Leistungen ebenfalls zu schätzen wissen und selbst überdurchschnittliche Leistungen liefern.“
Die attraktivsten Arbeitsaspekte im Osten und Westen
Sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands nimmt der Aspekt der angemessenen Bezahlung die erste Position ein. Im Westen hielten 70 Prozent und im Osten 72 Prozent der Befragten die angemessene Vergütung für den wichtigsten Attraktivitätsfaktor. Sind sich die Ost- und Westdeutschen beim Gehalt noch einig, definieren sie die weiteren Arbeitsplatzaspekte jedoch unterschiedlich. Im Osten wird mehr Wert auf die sozialkommunikativen Aspekte gelegt. Das heißt: Die Wertschätzung der geleisteten Aufgaben kommt auf 60 Prozent (Westen: 55 %),die Aufgabenverteilung und Definition der Kompetenzen auf 49 Prozent (Westen: 46 %). Im Westen hingegen liegen andere Kriterien vorn. Ein flexibles Arbeitszeitmodell mit 29 Prozent (Osten: 28 %) und gute Sozialleistungen mit 26 Prozent (Osten: 20 %) sind den Westdeutschen wichtiger und tragen für diese Befragungsgruppe zur Attraktivität des Arbeitsplatzes bei.
Frauen und Männer
Auch bei Differenzierung nach Frauen und Männern steht nach wie vor die angemessene Bezahlung an erster Stelle der Wertungen. Jedoch geht die Gewichtung des Aspekts auseinander. 73 Prozent der Männer halten die angemessene Vergütung für wichtig. Dieser Einschätzung stehen 67 Prozent der Frauen gegenüber. Auch die Wertschätzung der geleisteten Arbeit und die Aufgabenverteilung sowie die Definition der Kompetenz ist für die männlichen Berufstätigen etwas wichtiger bei einem ansprechenden Arbeitsplatz als Frauen. So gaben 57 Prozent die Wertschätzung für die Arbeit an, 47 Prozent die Aufgabenverteilung. Bei den Frauen liegen die Werte leicht darunter: Mit 55 Prozent wird die Wertschätzung der Arbeit gewichtet, mit 46 Prozent die Aufgabenverteilung. Eine überdurchschnittlich hohe Bewertung für die Attraktivität eines Arbeitsplatzes nimmt bei den Frauen der Aspekt „flexible Arbeitszeitmodelle“ ein. Für 38 Prozent der Frauen spricht ein flexibles Arbeitszeitmodell für den Arbeitsplatz. Im Gesamtdurchschnitt erreichte der Wert 29 Prozent; für die Männer ist dieser Aspekt mit 21 Prozent nicht ganz so wichtig.
Die Befragung
Die Ergebnisse sind Auszüge aus einer vierteljährlichen Befragung von tns emnid im Auftrag der JOB AG. Im nunmehr vierten Jahr erhebt tns emnid, Bielefeld, diese Analyse repräsentativ und unabhängig in der berufstätigen Bevölkerung. Das Unternehmen befragt dazu zirka 1.100 ausgewählte berufstätige Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland.
Über JOB AG
Die JOB AG mit Hauptsitz in Fulda ist der Spezialist für Personal Management und Job Management mit rund 60 Niederlassungen in ganz Deutschland. Das Leistungsspektrum umfasst alle Module der Wertschöpfungskette des modernen Personal Managements: Human Resources-Beratung, Zeitarbeit, Personalvermittlung, Temp to Perm Lösungen, Master Vendor Lösungen, Onsite Management, Interims-Management und Direct Search, sowie Projekte in den Geschäftsbereichen Produktion, Logistik & Handel, Industrie, Handwerk & Technik, Office & Management und spezialisierte Lösungen für Engineering, Fashion Logistik, Finanz- und Rechnungswesen, Call Center und Medical & Care. In 2010 konnte ein Gesamtumsatz von rund 126,8 Mio. € erzielt werden. Die Mitarbeiterzahl liegt bei rund 5.000.

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