Sonderthema | 01.12.2011
Knapp jeder zweiter Unternehmer regelt Nachfolge extern. Erfahren Sie mehr zum Thema Unternehmensnachfolge anhand der aktuellen Studie , die „Markt und Mittelstand“ im Auftrag der LUTHER POLLEY Unternehmensgruppe durchgeführt hat .
51 Prozent aller mittelständischer Unternehmer wünschen sich die klassische Variante: ihre Firma sollte bevorzugt von einem Familienmitglied oder von Mitarbeitern weitergeführt werden. Die anderen, knapp jeder zweite Befragte, sehen sich nach Investoren, Strategen oder Wettbewerbern als Käufer um. Dies geht aus der aktuellen Studie hervor, die „Markt und Mittelstand“ im Auftrag der LUTHER POLLEY Unternehmensgruppe unter 124 Inhabern und Nachfolgern deutscher mittelständischer Unternehmen durchgeführt hat und erfahren wollte: Wie gut ist der deutsche Mittelstand tatsächlich auf die Nachfolge vorbereitet?
Knapp jeder zweiter Unternehmer regelt Nachfolge extern
„Es mangelt oft schlicht aus demographischen Gründen an familiärem Führungsnachwuchs. Außerdem sieht sich die nachkommende Generation heute nicht mehr zwangsläufig in der Pflicht, in die Fußstapfen ihrer Vorfahren zu treten.“ So erklärt Thomas Luther, Geschäftsführer der LUTHER POLLEY Unternehmensgruppe, die Tendenz, dass Unternehmer beinahe im gleichen Maße bereit sind, intern zu übergeben oder an extern zu verkaufen. Um die Übergabe professionell zu regeln, nehmen 65 Prozent aller Befragten insbesondere für strategische und betriebswirtschaftliche Fragen Expertenhilfe in Anspruch. Dabei planen sie ihre Nachfolge, ob intern oder extern gelöst, mehrheitlich langfristig. Das heißt zwei Drittel bereiten sie seit mehr als einem Jahr vor, 21 Prozent seit über fünf Jahren. „Ein realistischer Zeitrahmen für eine interne Übergabe sind rund drei Jahre - von der Suche, der Rahmenverhandlung bis zum erfolgreichen Einführen des „Juniors“ und unter Berücksichtigung von Stolperschwellen“, fasst Thomas Luther seine Erfahrungswerte zusammen. Eine mögliche Hürde wird bereits in der Studie klar benannt. Denn zwei Drittel der befragten Nachfolger sehen sich im gesamten Übergabeprozess gar nicht oder nur schlecht informiert und eingebunden. Der Unternehmer bleibt maßgeblicher Initiator, stellt die Weichen und entscheidet über den Zeitpunkt der Stabübergabe.
Inhaber zuversichtlicher als Nachfolger
Die Studie zeigt, dass immerhin 34 Prozent der Unternehmensinhaber von sich selbst sagen, dass ihr Unternehmen von einem Tag auf den anderen nachfolgebereit wäre. Doch das glauben lediglich 14 Prozent derer, die einmal die Nachfolge antreten. Die Nachfolger sehen Probleme vor allem bei strategischen Fragen, im Finanzierungsbereich und beim Personal. Was das Thema “Nachfolge” insgesamt angeht, sind die Firmeninhaber zuversichtlicher als die nachfolgenden Unternehmer. Während alle befragten Nachfolger Probleme bei der Übergabe sehen, glauben nur rund zwei Drittel der Übergeber, dass es zu Schwierigkeiten bei der Nachfolge kommen könnte. Die Zuversicht rührt daher, dass 22 beziehungsweise 18 Prozent die Angelegenheit über Mitarbeiter- und Familiengespräche geregelt sehen. Darüber hinaus nennen 23 Prozent von ihnen als wichtigstes Instrument das Testament. „Das allein greift jedoch zu kurz“, gibt Cay-Norbert Polley, geschäftsführender Partner der LUTHER POLLEY Unternehmensgruppe zu bedenken. „Es steckt den rechtlichen Rahmen, sichert Eigentumsverhältnisse und Gesellschafterrechte im Todesfall, ist aber nicht ausreichend, um die operative Geschäftsführung tragfähig zu regeln.“ Der frühzeitige, sondierende Dialog mit möglichen Kandidaten sollte daher ganz zu Beginn der Prozesskette stehen.
Von Unternehmer an Unternehmen
Welche Alternativen bleiben, wenn keine Kinder oder Mitarbeiter zur Verfügung stehen oder für einen MBO das Eigenkapital des Managements für eine klassische Finanzierung des Kaufpreises oder einer Kapitalerhöhung nicht ausreicht? Was, wenn das Unternehmen zwar Potenziale hat, aber nicht gut genug aufgestellt ist für Kaufinteressenten oder zu wenig Kapital hat, um in nötige Veränderungen zu investieren? 49 Prozent der befragten Unternehmer führen dann Gespräche mit potentiellen Käufern: Investoren, Strategen oder Wettbewerber. Eine kurzfristig gangbare und nachhaltig angelegte Variante bietet ein Partner, der langfristig Management, Kapital und Know-how stellt. „Ein Investor, der als neuer Miteigentümer auch die operative Verantwortung für nötige Veränderungen und Investitionen übernimmt. Jemand, der das Unternehmen zukunftsfähig und fit für die Nachfolge macht“, fasst Thomas Luther den Ansatz der LUTHER POLLEY Unternehmensgruppe zusammen. „Der bisherige Unternehmer kann im Rahmen unseres Konzepts kurzfristig seine Position vom Geschäftsführer hin zum Gesellschafter wechseln und dabei weiterhin an der Wertschöpfung des Unternehmens partizipieren sowie sein Mitspracherecht auf Gesellschafterebene behalten.“
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Markt und Mittelstand Studie zum Thema Unternehmensnachfolge

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