Energie effizient nutzen

Interview: Thomas Steiner von Borscheid + Wenig

Sonderthema | 04.10.2011

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B4B MITTELSTAND Interview mit Thomas Steiner, Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragter Borscheid + Wenig GmbH, zum Energiemanagement in seinem Unternehmen.

Nachgefragt bei Thomas Steiner, Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragter bei der Borscheid + Wenig GmbH, Diedorf.

Welchen Stellenwert hat der Themenkomplex Energieverbrauch und Umweltschutz in Ihrem Unternehmen?

Thomas Steiner: Diese Themen haben einen sehr hohen Stellenwert in unserem Hause. Der Umweltschutz, festgehalten in den Grundsätzen der Borscheid + Wenig Umweltpolitik, ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Diese wiederum ist auf nachhaltiges Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger strikter Beachtung von Umweltschutzbelangen ausgerichtet.

Da diese Themen für Sie von Bedeutung sind - mit welcher Strategie und mit welchen konkreten Maßnahmen gehen Sie sie an?

Thomas Steiner: Seit 2006 verfügt die Borscheid + Wenig GmbH über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Das bedeutet, dass wir über eine definierte, rechtskonforme Systematik verfügen, mit der wir mit der Umwelt umgehen. Auf dieser Grundlage legen wir Umweltziele für das Unternehmen fest, deren Erreichung von unserem achtköpfigen Umweltteam konsequent begleitet und kontrolliert wird. So werden halbjährlich die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf verschiedene Umweltaspekte, wie Energie- und Wasserverbrauch oder die Produktion von Abfallmengen, ermittelt und bewertet – es wird also überprüft, ob irgendwo Handlungsbedarf besteht oder nicht. In jedem Quartal prüfen wir zudem, ob unsere eigenen Umweltschutzmaßnahmen unverändert konform sind zu den sich häufig verändernden rechtlichen Vorgaben. Für unsere Mitarbeiter führen wir ein- bis zweimal im Jahr Umweltschulungen durch. Zudem gehört die Schärfung des Umweltbewusstseins zur Einarbeitungsphase für jeden neuen Mitarbeiter und ist auch Bestandteil jeder Stellenbeschreibung.

Gibt es eine verantwortliche Stelle für Energie und Umwelt in Ihrem Haus, und wo ist sie gegebenenfalls organisatorisch eingeordnet?

Thomas Steiner: Der Umweltschutz liegt im Verantwortungsbereich der Geschäftsleitung. Das Thema ist also Chefsache bei uns! Als Umweltschutzbeauftragter bin ich der Geschäftsleitung über eine Stabstelle direkt zugeordnet.

Nehmen Sie fachliche Beratung oder Fortbildung in Anspruch?

Thomas Steiner: Wir haben qualifizierte Fachleute im Haus, ich selber habe eine Ausbildung zum Umweltmanager bei der DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V.) absolviert. Um immer auf dem neuesten Stand, vor allem in rechtlichen Belangen, sein zu können, nehmen wir regelmäßig an Fortbildungen teil.

Machen Sie Ihr Engagement für die Umwelt publik?

Thomas Steiner: Ja, wir kommunizieren dies über unsere Webseite sowie auch in der Presse, wenn es fachlich passt oder ein besonderer Anlass besteht. Zudem sind wir Teilnehmer an dem recht medienwirksamen „Umweltpakt Bayern“. Wir waren bei der hochkarätig und prominent besetzten „Klimawoche Bayern“ dabei und haben zuletzt im März 2011 während der Besuchertage zu unserem 50-jährigen Firmenjubiläum an einem Umwelt-Infostand hier im Haus ausführlich über unsere Umweltaktivitäten informiert.

Welche Auswirkungen haben die von Ihnen ergriffenen Maßnahmen auf Ihre Kostenstruktur, Ihre Produkte und Ihr Image - oder kurz gefragt, lohnt sich das alles?

Thomas Steiner: Kurz geantwortet, es lohnt sich definitiv! Abgesehen von der Tatsache, dass Sie aktiv etwas für die Umwelt tun, wenn Sie Strom, Wasser und Gas sparen oder wie in unserem Fall Kunststoff-Recyclate in der Produktion verwenden, wo es möglich und sinnvoll ist, so lassen sich durch dieses Verhalten auch ganz klar Kosten sparen. Das Thema ist natürlich sehr viel komplexer als es sich hier darstellen lässt und erstreckt sich von ganz alltäglichen Dingen wie Wasserspartasten in den Toiletten bis hin zu Großinvestitionen für neue Maschinen in unserer Fertigung. Für Borscheid + Wenig kann ich berichten, dass wir trotz steigender Produktionszahlen unsere Energiekosten deutlich senken konnten. Und was ein positives Unternehmensimage betrifft, so kommt man meiner Einschätzung nach um umweltbewusstes Verhalten kaum noch herum.

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