Mobile Marketing

Unternehmer unzureichend auf mobile Kunden vorbereitet

IT | 17.10.2011

Nachholbedarf beim Mobile Marketing
Nachholbedarf beim Mobile Marketing

Der Wettlauf um die mobile Kundschaft beginnt. Nur 22% der Unternehmer haben jedoch eine Website, die für mobile Geräte optimiert ist.

Die Kundschaft von heute legt großen Wert auf kurze Ladezeiten und optimierte Bedienung. Laut Umfrage können jedoch nur 22% der Unternehmer eine Website vorweisen, die für mobile Geräte optimiert ist.

Siegeszug der Smartphones hält an

Mit der Vorstellung des neuen iPhone 4S geht der Siegeszug der Smartphones in das fünfte Jahr - auch in Deutschland. Mittlerweile ist nach Informationen des Branchenverbandes Bitkom jedes dritte hierzulande verkaufte Handy ein Smartphone. Untrennbar verbunden mit dem Siegeszug von iOS, Android & Co. ist die stetig steigende Nutzung des mobilen Internets.

Hohe Ansprüche bei der mobilen Nutzung des www

Informationen über Unternehmen und Produkte werden durch Konsumenten immer häufiger mobil abgerufen. Dabei sind nach Studien die Ansprüche der Nutzer hoch: Höchstens eine Ladezeit von drei Sekunden ist vertretbar, sonst brechen die meisten Nutzer den mobilen Besuch ab. Die Konsequenzen sind ebenso drastisch: Mehr als die Hälfte der Konsumenten würden eine langsam ladende oder schlecht zu bedienende Seite nicht wieder besuchen oder sie Freunden empfehlen.

Deutsche Unternehmen enttäuschen mobile Nutzer

Keine guten Aussichten für Unternehmen ohne auf die mobile Zielgruppe ausgerichteten Webauftritt. Und dennoch enttäuschen viele Unternehmen noch immer ihre mobilen Besucher. Eine von Mai bis August 2011 von Poccy - Point of Contact durchgeführte Befragung unter Unternehmern und leitenden Angestellten überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen kommt zu diesem Ergebnis. Weniger als jedes vierte Unternehmen besitzt derzeit eine für Smartphones optimierte mobile Website oder App.

Websites vergraulen potenzielle Kunden

Die mobilen Aufrufe ihrer Firmenwebsite enden also in der Regel auf der normalen Unternehmensseite und damit wohl häufig mit dem Absprung eines potentiellen Kunden. Und das obwohl die Inhaber bzw. Geschäftsführer selbst mit fast 50 Prozent überdurchschnittlich häufig selbst im Besitz eines modernen Smartphones sind. Die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss, scheint sich jedoch auf Unternehmensseite durchzusetzen. So können sich 90 Prozent der Unternehmen ohne mobilen Webauftritt prinzipiell vorstellen, sich mobil zu präsentieren.

Es besteht noch Hoffnung für mobile Nutzer

Im Vordergrund stehen dabei für die Unternehmer die permanente Möglichkeit die mobile Website einfach bearbeiten und aktualisieren zu können. Den Funktionsumfang der mobilen Seite wünschen sich die Unternehmer je nach eigener Branche natürlich recht unterschiedlich. Dem Einzelhändler sind Öffnungszeiten und das Hinterlegen eines Gutscheins wichtiger, dem Unternehmensberater das persönliche Profil, dem Mittelständler vielleicht das Einbinden eines Imagefilms und dem Fotografen die Bildergalerie.

Genaue Vorstellungen beim Mobile Marketing

Neben der eigenen Darstellung sind fast allen Befragten aber gemeinsam die schnelle Kontaktaufnahme über das Smartphone, die Anbindung an Social Media Plattformen sowie das Speichern und Weiterempfehlen der Kontaktdaten wichtig. Werbebanner fremder Unternehmen auf ihren mobilen Seiten wollen der Umfrage nach nur wenige der Befragten akzeptieren.

Nachholbedarf beim Mobile Marketing

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: In Sachen Mobile Marketing und insbesondere Mobile Websites haben deutsche Unternehmen noch Nachholbedarf, die Bereitschaft diesen schnell zu decken ist jedoch gegeben. Der Kampf um die mobile Kundschaft hat gerade erst begonnen. Und die Kunden werden es durch Seitenaufrufe und Weiterempfehlungen danken.

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