IT | 30.09.2009

Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell
Unternehmen aller Größe stehen heute im IT-Bereich vor den gleichen Herausforderungen. Das Datenvolumen und damit die Anforderungen an die Speicherkapazität steigen dramatisch.
Laut IDC wird sich das weltweit vorhandene digitale Datenvolumen von 2006 bis 2011 verzehnfachen. Außerdem sind in den meisten Unternehmen nach wie vor zu viele und unausgelastete Server vorhanden. Auch wenn es unterschiedliche strategische Lösungsansätze für die Bewältigung diese Herausforderungen gibt, der Königsweg unter Kostengesichtspunkten lautet Virtualisierung. Und das gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern gerade auch für kleine und mittelständische, bei denen die letzten größeren IT-Investitionen oft im Rahmen der „Jahr-2000-Umstellung“ vorgenommen wurden.
Zentraler Vorteil der Virtualisierung ist, dass vorhandene Ressourcen besser ausgeschöpft und damit Investitionen in zusätzliche Server oder Speicherkapazität vermieden werden. Durch den Einsatz von Virtualisierungstechnologien kann die Anzahl der erforderlichen physikalischen Server deutlich gesenkt werden. Vereinfacht ausgedrückt: Virtualisierung ermöglicht es, mehrere isolierte Umgebungen als individuelle „virtuelle Maschinen“ auf einem physikalischen Server laufen zu lassen.
Bei den Lösungen geht der Trend heute dabei zu auf Standards basierenden, einfachen, anwenderfreundlichen Server- und Storage-Systemen. Im Hinblick auf die Reduzierung der Komplexität werden Vereinfachungen für den IT-Anwender zunehmend bereits in die Hardware integriert. Dies ermöglicht beispielsweise eine beschleunigte Implementierung von Server- und Storage-Lösungen und damit auch eine nicht unerhebliche Kosteneinsparung. „Vereinfachung“ bedeutet aber auch, dass Virtualisierungs-Features integraler Bestandteil der Produkte sein sollten, und zwar sowohl auf Hardware- als auch auf Software-Seite. Der Anwender sollte darauf achten, dass es sich bei den Lösungen um Komplettpakete handelt, in denen bereits alle benötigten Management- und Software-Tools enthalten sind.
Der mit der Einführung einer Virtualisierungslösung verbundene Nutzen ist weitreichend. Neben der optimalen Ausschöpfung vorhandener IT-Ressourcen gehören zu den Vorteilen die Reduzierung der Serverfarm, eine einfachere Administration, eine erhöhte Ausfallsicherheit und insgesamt eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten. Eine geringere Anzahl physischer Server bedeutet nicht zuletzt immer auch einen geringeren Energieverbrauch, weniger Aufwand für Kühlung und weniger Platzbedarf – alles Faktoren, die auch unter Umweltaspekten künftig immer wichtiger werden.
Entscheidend ist, dass nur eine ganzheitliche Virtualisierungslösung dabei den maximalen Nutzen verspricht. Dabei muss ein integrierter Ansatz auf jeden Fall die Server- und Speicher-Infrastruktur umfassen. Im Einzelfall ist auf Unternehmensseite zudem zu prüfen, inwieweit auch eine Desktop-Virtualisierung möglich und sinnvoll ist.
Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell
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