IT | 01.11.2011
Je kleiner ein Unternehmen ist, umso größer ist die Akzeptanz von Cloud Computing.
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Der Software-Hersteller Parallels hat im ersten Halbjahr 400 deutsche Kleinunternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu ihrer Nutzung von Cloud-Services befragt. Die jetzt vorliegende Studie zeigt deutlich: Je kleiner ein Unternehmen ist, um so weniger IT-Know-how ist in der Regel im Unternehmen selbst vorhanden – und um so lieber greifen die Unternehmen zu Internet-basierten Diensten.
Die Parallels-Studie unterteilt die Unternehmen in Mikro-SMBs (1-9 Mitarbeiter), kleine SMBs (10-49 Mitarbeiter) und mittlere SMBs (50-250 Mitarbeiter). Freiberufler und Selbständige werden in dieser Studie nicht berücksichtigt. Danach haben fast 70 % der Unternehmen bis 9 Mitarbeiter keine eigenes IT-Personal (Abb. 2). Für diese Unternehmen sind gehostete Services die einfachere und in aller Regel auch wesentlich kosteneffektivere Lösung als interne IT-Mitarbeiter.
Webhosting und gehostete Infrastruktur
In Deutschland ist der Markt für gehostete Infrastruktur relativ ausgereift. 85-95 % der deutschen SMBs verfügen über eine Website und 45 % davon nutzen bereits Drittanbieter für ihre Webpräsenz. Darüber hinaus verwenden 21 % der SMBs bereits gehostete Server (Abb. 3). Bei den meisten handelt es sich um physikalische Server. Erst 8% der befragten Unternehmen gaben an, dass sie die kostengünstigeren Virtual Private Server (VPS) einsetzen.
Rund die Hälfte (50 bzw. 46 Prozent) der größeren Mittelständler verwenden nach wie vor eigene, lokale Server. Betrachtet man die Zeit und den Aufwand, die der Betrieb eines lokalen Servers erfordert, wird deutlich, dass gehostete Server die einfachere Lösung darstellen. In der Tat sind die Kosten für deutsche SMBs besonders wichtig, da 56 % dieser Unternehmen den Preis als Hauptgrund nennen, warum lokale Server weiterhin unterhalten werden Abb. 4). Hier wird die Kommunikation der Anbieter über die wahren Kosten eines lokalen Servers den Weg in die Cloud beschleunigen. Ein zweites Hindernis sind die Sicherheitsbedenken, welche die Unternehmen bei der Auslagerung der eigenen IT „in die Wolke“ zögern lassen. Hier müssen die (deutschen) Anbieter glaubwürdige Garantien geben, dass die Daten der Kunden zuverlässig vor Missbrauch geschützt sind.
Fazit
Cloud Computing wird sich in den kommenden Jahren zuerst bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen durchsetzen – weil es ohnehin an qualifiziertem, eigenen IT-Personal fehlt und weil die finanziellen Vorteile gegenüber der selbst betriebenen IT-Infrastruktur überwiegen. Überdies können durch Cloud Computing auch kleine Unternehmen innovative Geschäftssoftware zu verhältnismäßig kleinen Kosten nutzen, ohne dafür technisches Know-how vorhalten oder Hardware vorfinanzieren zu müssen. Die vollständige Parallels-Studie finden sich unter http://www.parallels.com/SMBreport2011/

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