Mittelstandstrend Virtualisierung

Expertenansichten zu IT-Trends im Mittelstand

IT | 01.12.2011

Online-Tipp
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Mittelstandstrend Virtualisierung: „Die Zeit der dedizierten Server ist abgelaufen!“

„In diesem Jahr hatten wir bei unseren Kunden so viele Virtualisierungsprojekte wie nie zuvor - und dieser Trend wird sich im kommenden Jahr fortsetzen", erklärt Georg Moosreiner, Vorstand der SEP AG aus Weyarn, die über 2000 Mittelständler im deutschsprachigen Raum mit Software-Tools für das Management der zu sichernden Daten in virtuellen IT-Infrastrukturen von VMware, Microsoft Hyper-V, Citrix und XEN, versorgt. "Auch wenn die Hersteller die Vorteile der Servervirtualisierung schon seit Jahren preisen, haben sich erst jetzt die Vorteile der Server- und Desktop-Virtualisierung bei vielen Anwendern durchgesetzt. Jetzt haben Administratoren und IT-Dienstleister flächendeckend das entsprechende Know-how, um Applikationen von dedizierten Servern in virtuelle Server umzuziehen und Desktop-Applikationen ressourcensparend zu betreiben."

Mobiles Arbeiten als Bestandteil der Firmenstrategie

Mit Videokonferenzen effektiv zusammenarbeiten Tablets und Smartphones drängen in die Unternehmen und ermöglichen es Angestellten, außerhalb ihres Büros zu arbeiten. Experten der Telekommunikationsbranche erwarten, dass sich die Anzahl der mobilen Mitarbeiter bis zum Jahr 2013 auf rund 1,19 Milliarden weltweit erhöht. Das wären dann rund 35 Prozent aller Beschäftigten. Wollen Unternehmen in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, gehört das Thema mobiles Arbeiten in Zukunft zum wichtigen Bestandteil der Managementstrategie. Neben Regelungen zur Nutzung von Smartphones und Laptops sollten auch Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmensdaten und geeignete Lösungen für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kollegen an mehreren Standorten selbstverständlich sein. Videokonferenzen bilden dabei eine Möglichkeit für eine effektive und kostengünstige Kommunikation zwischen Kollegen, Kunden und Partnern. Die Übernahme von Skype durch Microsoft für die stolze Summe von 8,5 Milliarden US-Dollar verdeutlicht: Nach der der vornehmlich privaten Nutzung wird Videokommunikation demnächst auch im geschäftlichen Umfeld zum Standard.

Denn während sich mit den Jahren die Kommunikationstechnologien in den Unternehmen verändert haben, ist die Wertschätzung eines persönlichen Gesprächs unverändert hoch geblieben. Trotz Internet mit E-Mails und Social Media führt das persönliche Gespräch oft am schnellsten zu zufriedenstellenden Entscheidungen und soliden Geschäftsbeziehungen.

In der Vergangenheit bewerteten viele Unternehmen Videokonferenzen jedoch als ineffiziente Alternative zum persönlichen Treffen. Einer der Hauptgründe: Wackelige Bilder und schlechte Tonqualität erschwerten den Informationsaustausch. Wichtige Themen wurden deshalb bevorzugt bei einem Geschäftsessen oder Meeting vor Ort besprochen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Aktuelle Videokonferenzsysteme bieten HD-Qualität, beseitigen die visuellen und akustischen Hürden früherer Videokonferenzen und bringen zusätzlich große Einsparpotentiale.

Ergebnisse einer aktuellen Forrester-Studie belegen: Mit HD-Videokommunikation können Unternehmen auf bis zu 50 Prozent ihrer Geschäftsreisen verzichten. Das ist eine bemerkenswerte Zahl - wenn man die Anzahl der Reisen bedenkt, die leitende Mitarbeiter gewöhnlich auf sich nehmen. Das Beispiel eines japanischen Unternehmens, dass Videokonferenzlösungen vom Anbieter LifeSize in 47 Büros weltweit einsetzt, zeigt das Potential dieser Technologie: Innerhalb eines Jahres sparte das Unternehmen mehr als eine Millionen Euro an Reisekosten und minimierte seine CO2-Emissionen um bis zu zwölf Prozent.

Mobiles und flexibles Arbeiten ist ein Trend, der sich zukünftig noch weiter verstärken wird – und einen Umdenkprozess in den Managementetagen anstößt: Immer mehr Unternehmen planen die Integration von Videokonferenzlösungen in das Tagesgeschäft ihrer Mitarbeiter und ermöglichen so mehr Produktivität – unabhängig von Ort und Zeit.

- Tim Schütte, Sales Director für Zentral- und Osteuropa bei LifeSize.

Mittelstandstrend Web 2.0

Das Internet ist eine äußerst interaktive, hoch entwickelte und zunehmend erfolgsentscheidende Plattform. Weil Online-Zusammenarbeit immer mehr zum festen Bestandteil im Alltag vieler Menschen wird, verwenden Unternehmen diese Technologie verstärkt zur effizienteren internen Vernetzung und zur externen Verbindung zu Kunden, Zulieferern und Partnern. Laut Umfragen halten mehr als die Hälfte aller leitenden Angestellten die Online-Zusammenarbeit („Kollaboration“) für einen entscheidenden Faktor für den zukünftigen geschäftlichen Erfolg. Darüber hinaus geben mehr als zwei Drittel der Unternehmen an, die Nutzung von Web 2.0 innerhalb ihrer Organisation zu gestatten oder sogar zu fördern.

Henning Ogberg, Vice President & General Manager, Central & Eastern Europe beim Informationssicherheitsspezialisten Clearswift zum Thema Sicherheit bei der Web 2.0-Nutzung: „Obwohl Unternehmen Web 2.0-Technologien begrüßen und Vorteile wie Kosteneinsparungen, effizientere Kommunikation und höhere Mitarbeitermotivation sehen, sollten sie darauf achten, über der Begeisterung nicht die Gefahren zu übersehen. Sensible Informationen können leicht veröffentlicht werden oder gelangen an Dritte, für die sie nicht bestimmt waren. Fehler passieren schnell und nebenbei – mit erheblichen Folgen. Unternehmen sollten daher für sich eine Lösung finden, mit der sie den Gefahren für die Informationssicherheit begegnen und zugleich die Produktivität und Motivation ihrer Mitarbeiter steigern können.

Die Kommunikationsformen, Technologien und Gefahren entwickeln sich kontinuierlich weiter. IT-Sicherheitsverantwortliche konzentrieren sich daher auf die grundlegenden Prinzipien – Richtlinien, Wachsamkeit, Vereinfachung, Automatisierung und Transparenz, um in puncto Informationssicherheit stets auf dem Laufenden zu sein. Funktionsträchtige Lösungen können eine einheitliche Informationssicherheit für Web und E-Mail bieten.“

Mittelstandstrend Bring Youir Own Device (BYOD)

Viele Mittelständler sehen im Mangel an Fachkräften eines der größten Hemmnisse für ihr Unternehmen – und das zu recht. Sie überspielen allerdings sehr elegant, dass alleine sie für die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze verantwortlich sind. Eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungshauses Vanson Bourne macht deutlich: Sechs von zehn mittelständischen Unternehmen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland nutzen eine veraltete EDV-Ausstattung. 40 Prozent der Mitarbeiter deutscher KMUs besitzen zu Hause eine modernere IT-Ausstattung als im Büro.

Gerade für „Digital Natives“, also junge Arbeitnehmer, die mit iPhone, Facebook & Co. aufgewachsen sind, stellen die IT-Tools einer Firma ein wesentliches Kriterium dar, sich für den einen oder anderen Arbeitgeber zu entscheiden. „Bring Your Own Device“ (BYOD) ist ein Konzept, das in Zukunft auf dieses Verhalten eingeht. Mitarbeiter haben dabei die Möglichkeit, ihre private IT-Ausstattung in der Firma zu verwenden. Die Logik dahinter: gerade jüngere Mitarbeiter nutzen eigene Computer und Kommunikationstools gerne und ausgesprochen effizient.

Bevor sich ein Mittelständler für eine BYOD-Strategie entscheidet, gilt es allerdings fünf zentrale Fragen zu betrachten und innerhalb der Belegschaft und gegebenenfalls auch mit dem Betriebsrat zu klären. Dazu gehören:

· Fragen der Lizensierung von Software auf den mitgebrachten Rechnern,
· Aspekte einer steuerrechtlichen Bewertung des Konzeptes,
· Fragen zum technischen Support bei der Vielfalt an Geräten,
· die datenschutzrechtliche Dimension,
· eine Kosten/Nutzen-Betrachtung auf Basis einer TCO-Berechnung.

Wenn alle diese Fragen geklärt sind, hilft BYOD auf kreative Weise beim Employer-Branding, also beim Aufbau einer starken Arbeitgebermarke.

- Torsten Straß, Vorsitzender der Geschäftsführung von Logica in Deutschland

 

 

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