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Die Tricks der Gauner im WWW

Finanzen | 08.11.2011

Die Postbank erklärt die Tricks der Gauner im WWW, Bild: Postbank
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Die Postbank erklärt die Tricks der Gauner im WWW, Bild: Postbank

Phishing-Mails, Trojaner & Co: Die Zahl der Online-Betrugsmaschen steigt stetig. Internetnutzer sollten vor allem bei Bankgeschäften auf der Hut sein.

Die Höhe der entstandenen Schäden durch Online-Kriminalität wuchs 2010 um 66 Prozent auf 61,5 Millionen Euro, so die Statistik des Bundeskriminalamtes. 21,2 Millionen Euro kommen durch „Phishing“ noch hinzu.

Die Tricks der Gauner im WWW

„Weil Banken das Online-Banking mit neuen Sicherheitsverfahren immer besser schützen und über die Gefahren aufklären, lassen sich Kriminelle neue Betrugsmaschen einfallen. Diese zielen insbesondere auf die Arglosigkeit von Bankkunden ab“, so Michael Heinen von der Postbank.

Die drei aktuellsten Tricks der Cyber-Verbrecher

Die Testüberweisung: Betrüger fordern den Kontoinhaber mit Hilfe einer kriminellen Software auf, eine Testüberweisung durchzuführen, um weiterhin am Online-Banking teilnehmen zu können. Die Überweisung nimmt das Programm automatisch vor, der Kunde soll die Daten per TAN bestätigen. Auch wenn der Betrüger beteuert, dass die Überweisung nicht wirklich ausgeführt wird und kein Geld verloren geht, wandert der Betrag vom Konto des Kunden auf das Konto des Betrügers.

Die falsche Gutschrift: Ein kriminelles Programm gaukelt dem Bankkunden eine Gutschrift vor, die versehentlich auf seinem Konto eingegangen sei. Diese müsse er sofort zurücküberweisen, um sein Konto zu entsperren. Klickt der Kontoinhaber nun auf den Button „Retouren“, wird er direkt auf die Überweisung weitergeleitet – ausgefüllt mit den Empfängerdaten des Betrügers. „Die neuen Sicherheitsverfahren des Online-Bankings greifen in diesem Fall nicht, da der Kontoinhaber selbst überweist“, warnt Michael Heinen.

Die Datenabfrage: Ein neuer „Trojaner“ nutzt die Umstellung der Papier-TAN-Listen auf SMSund chipTAN-Verfahren. Er blendet im Online-Banking ein täuschend echtes Pop-up-Fenster ein und bietet dem Kunden an, dass er durch die Eingabe von Daten und TAN-Nummern die alte TAN-Liste weiterhin nutzen kann. Die TAN-Nummern verwenden die Kriminellen dann, um Geld vom Bankkonto ins Ausland zu überweisen.

Wie kann ich mich schützen?

Aufmerksam sein: Banken fordern nie dazu auf, Kontodaten per E-Mail preiszugeben oder Zugangsdaten im Internet zu überprüfen. Misstrauen ist ebenfalls angebracht, wenn der Kunde zu Rück- oder Testüberweisungen aufgefordert wird, die er selbst nicht veranlassen würde.

Adresse checken: Bankkunden sollten sich vergewissern, dass sie auf der echten Seite ihres Kreditinstituts sind. Bereits minimale Abweichungen der Adresse im Browser weisen auf eine gefälschte Internetseite hin.

Auf Verschlüsselung achten: Die meisten Banken verwenden das sichere EV-SSL-Protokoll. Bei Aktivierung wechselt der Link von http auf https, wobei das „s“ für „sicher“ steht. Außerdem färbt sich die Browserzeile grün.

Neue TAN-Verfahren: Chip- und SMS-TAN bieten Bankkunden ein Plus an Sicherheit. Dabei schickt die Bank die TAN entweder per SMS auf das Handy des Kunden oder die TAN wird mit einem TAN-Generator in Verbindung mit der Girocard erzeugt. Die iTAN-Papierlisten stellen viele Banken bis Ende des Jahres ein, z. B. werden sie bei der Postbank bereits ab Ende Oktober bundesweit nicht mehr eingesetzt. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.postbank.de/sicherheit

Seitenzertifikat prüfen: Auf der Webseite kann man sich durch einen Klick auf die rechte Maustaste die Eigenschaften einer Seite anzeigen lassen. Das Seitenzertifikat nennt den Urheber der Webseite.

Updates und Virenschutz: Regelmäßig Updates des Betriebssystems und Virenscanners installieren sowie eine Firewall- Software einsetzen.

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