Statement von PSM zur volkswirtschaftlichen Situation

Das Schicksal der Weltwirtschaft: Wachsen oder Bankrott gehen

Finanzen | 01.12.2011

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Die Welt sei ein Kartenhaus voller Schulden, meint Eckart Langen von der Goltz, Geschäftsführer der PSM Vermögensverwaltung. Eine Rückzahlung dieser Schulden auf normalem Wege ist eine Illusion.

Der Zustand der Weltwirtschaft heute ist vergleichbar mit dem eines Unternehmens, das eine Milliarde Euro Umsatz macht und vier Milliarden Euro Schulden hat. Zum Schuldenabbau braucht diese Firma dringend höhere Gewinne. Dies kann entweder durch eine Steigerung des Umsatzes oder durch eine Erhöhung der Preise erreicht werden. Gelingt das nicht, geht dieses Unternehmen im normalen Wirtschaftsleben Bankrott. Dieses Prinzip gilt auch für alle Volkswirtschaften dieser Welt.

Die Welt ist ein Kartenhaus

Durch rigoroses Sparen wird es in der Regel zu keinem Schuldenabbau kommen. Ganz im Gegenteil, die Staatsschulden steigen weiter an. Die 1930er-Jahre sind das beste Beispiel dafür. Kurz vor der Depression hatten die Wirtschaftsexperten wie heute einen Abbau der Staatsdefizite durch Sparen sowie höhere Zinsen zur Bekämpfung der Inflation gefordert. Die Folgen: 30 Prozent Arbeitslosigkeit, soziale Unruhen, Bankenpleiten, Börsencrashs und eine Verdreifachung der Staatsschulden.

Auf Hilfe der Notenbanken angewiesen

Die jetzige Finanzkrise können die Regierungen ohne Hilfe der Notenbanken finanziell nicht mehr bewältigen. Alle bisherigen Maßnahmen samt Rettungsschirm führen weder aus der Schuldenkrise noch sorgen sie für Wachstum. Es wird höchste Zeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) für mehr Liquidität sorgt. Die Welt schwimmt nicht in Liquidität, wie überall behauptet wird, sondern ertrinkt in einem Meer von Schulden. Die dauernden weltweiten Finanzkrisen sind dafür der beste Beweis. Entweder lassen die Notenbanken die Weltwirtschaft künftig weiter in billigem Geld schwimmen oder sie riskieren eine Neuauflage der Großen Depression mit sinkendem Wohlstand, Massenarbeitslosigkeit, noch höheren Staatsschulden und sozialen Unruhen.

Starke Inflation

Spätestens im nächsten Jahr ist die EZB gezwungen, ähnlich wie die USA, Japan und Großbritannien, für mindestens 500 – 1.000 Milliarden Euro Staatsanleihen schwacher EU-Länder sowie Bankanleihen zu kaufen. Denn ohne die Hilfe der EZB können weder Regierungen noch Banken ihre Verbindlichkeiten bedienen. Sonst droht der Super-Gau! Massive Käufe von Staatsanleihen führen jetzt weder zu einer starken Inflation noch zu einer Währungsreform. Ökonomen, die das behaupten, betreiben reine Panikmache. Einzig eine boomende Weltwirtschaft mit gleichzeitig starken Reallohnerhöhungen und eine damit verbundene Steigerung der Massenkaufkraft könnten einen Anstieg der Inflation hervorrufen. Wachsen und schnellstmöglich mehr Liquidität schaffen ist daher besser, als einen Bankrott der Weltwirtschaft zu riskieren.

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