Studie „Regionale Arbeitsmärkte“

Bayern in bester Verfassung

Finanzen | 06.12.2011

Bertram Brossardt
Bertram Brossardt

Erfreuliches: Alle 14 bayerischen Wirtschaftsräume liegen über dem bundesweiten Schnitt und erzielten beste Werte auf dem Arbeitsmarkt. Bayern befindet sich in bester Verfassung.

Bayern weist beste Werte auf dem Arbeitsmarkt auf. Besonders bei der Ausstattung mit qualifiziertem Personal und der Wirtschaftsstruktur auf. Dies ist das Ergebnis der Studie „Regionale Arbeitsmärkte Bayern“, die die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. heute vorgestellt hat. Die Studie untersucht darin 14 Wirtschaftsräume in Bayern, vergleicht diese untereinander sowie mit anderen Regionen im gesamten Bundesgebiet.

Ungewöhnlich gute Performance

Bezogen allein auf die Arbeitsmärkte gibt es in Bayern acht Wirtschaftsräume mit einer überdurchschnittlich guten Lage: Ingolstadt, Süd- und Südostbayern, Westbayern, Landshut, Regensburg, Erlangen und Aschaffenburg. Drei weitere weisen eine mittlere Performance auf (München, Passau und Würzburg/ Schweinfurt), Unsicherheiten gibt es in Nürnberg, Nordostbayern und Augsburg. Verglichen mit den anderen Regionen Deutschlands liegen jedoch sämtliche 14 Wirtschaftsräume beim Arbeitsmarkt in der obersten Kategorie „stark“. Diese Bewertung schaffen sonst nur noch sieben Regionen in Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Dies zeigt die ungewöhnlich gute Performance des bayerischen Arbeitsmarkts.“

Bayern: Ein zukunftsfestes Bundesland?

Die Studie untersucht auch, wie zukunftsfest eine Region hinsichtlich der Arbeitsmarktsituation insgesamt ist. Um dies zu bewerten, sind unter anderem auch die Wirtschaftsstruktur und die Ausstattung einer Region mit qualifiziertem Personal von Bedeutung. Danach zählen in Bayern fünf Wirtschaftsräume zum „Regionstyp 1“ mit guter Arbeitsmarktlage, guter Ausstattung mit qualifiziertem Personal und guter Wirtschaftsstruktur: München, Ingolstadt, Landshut, Regensburg und Erlangen. Weitere sechs Regionen – Südbayern, Südostbayern, Westbayern, Passau, Würzburg/Schweinfurt und Aschaffenburg – weisen eine überdurchschnittliche Lage am Arbeitsmarkt bei gleichzeitigen Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter und der Wirtschaftsstruktur auf. Drei Wirtschaftsräume – Nürnberg, Augsburg und Nordostbayern – weisen bei allen Kriterien Unsicherheiten auf. Brossardt: „Bayerns Entwicklung ist sehr dynamisch. Wir können die Herausforderungen der Zukunft aus einer Position der Stärke angehen.“

Stärkere Integration von Frauen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund

Laut Brossardt ist Bildung und Qualifizierung die zentrale Aufgabe der Zukunft: „Nicht genutzte Arbeitsmarkt-Potenziale müssen weiter gehoben werden. Das heißt: Wir brauchen eine stärkere Integration von Frauen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund. Auch die Rahmenbedingungen für mehr Wachstum müssen verbessert werden. Dazu gehört eine Wirtschaftsstruktur, die auf Industrie und wissensintensive Dienstleistungen setzt.“

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