Expertentipps | 26.08.2009
Sowohl die IFRS als auch das Handelsrecht unterliegen aktuell einem umfangreichen Veränderungsprozess. Verantwortlich hierfür sind zahlreiche Neuerungen in den IFRS sowie die sich abzeichnenden Veränderungen durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG).
Die Änderungsdynamik in der internationalen Rechnungslegung hat in den letzten Jahren zugenommen. Hiervon zeugen zahlreiche neue, überarbeitete und geänderte Standards bzw. Interpretationen, die vom IASB (International Accounting Standard Board) in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Aufgrund eines seit mehr als zwei Jahren bestehenden und Ende 2008 ausgelaufenen Moratoriums sind viele dieser Neuerungen ab dem Jahr 2009 erstmals verpflichtend anzuwenden.
Im Handelsrecht wurde mit dem BilMoG die umfassendste Reform der deutschen Rechnungslegung seit mehr als 20 Jahren in Angriff genommen. Ziel des Gesetzgebers ist es, das HGB stärker an die IFRS anzunähern. Gleichzeitig soll das HGB zu einer kostengünstigeren und einfacheren Alternative im Vergleich zu den IFRS weiter entwickelt werden. Die künftigen Vorschriften des HGB werden sich somit konzeptionell stark an wesentlichen Elementen der IFRS anlehnen. Insofern erlangen die IFRS auch für traditionelle HGB-Bilanzierer einen enormen Bedeutungszuwachs. Mit der Gesetzesreform sind weitreichende Änderungen im Einzel- und Konzernabschluss, aber auch in der Lageberichterstattung nach Handelsrecht verbunden.
Ziel des Seminars ist die Vermittlung der aktuellen Änderungen in der internationalen und nationalen Rechungslegung anhand von Fallbeispielen. Darüber sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, die sich ergebenden Auswirkungen bei der praktischen Umsetzung abzuschätzen.
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