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IT-Optimierung

Die IT-Kosten auf Talfahrt schicken

Immer mehr mittelständische Betriebe suchen nach Lösungen, die die IT-Ressourcen optimieren und dabei die Kosten senken. „Virtualisierung“ ist ein erprobtes Konzept hierfür.
Mit großem Online-Special.
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Als wirksame Methode zur Ressourcenoptimierung und IT-Kostensenkung hat sich bei Unternehmen aller Größen das Virtualisierungskonzept erwiesen. Gerade bei mittelständischen Betrieben wächst - nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Kosten- und Wettbewerbsdrucks - das Interesse an dieser Lösung, die die vorhandenen Systeme viel effizienter nutzt und die Investitionen schützt.

Virtuelle Ressourcen, reale Vorteile

Um die Wirksamkeit dieses Konzepts einzusehen, muss man sich die Situation in den IT-Abteilungen vor Augen führen: In der Regel sind die Elemente der IT-Infrastruktur (Server, Speichersysteme, Netzwerkkomponenten, Desktops/Notebooks, Betriebssysteme und Anwendungssoftware) in einer gemeinsamen Umgebung eng miteinander verbunden. Dadurch sind sie stark voneinander abhängig, etwa wenn ein bestimmter Server immer und in jedem Fall einem bestimmten Anwendungsprogramm (etwa SAP) zugeordnet ist.

Eine solch starre Zuordnung führt dazu, dass die Ressourcen häufig für den aktuellen Bedarf überdimensioniert sind: Wenn die jeweilige Anwendung nicht genutzt wird, liegt die entsprechende Serverkapazität brach - eine kostentreibende Ressourcenverschwendung.

Dass dies in der Bilanz nicht nur einen kleinen Dreckeffekt ausmacht, sieht man ein, wenn man bedenkt, dass etwa Server so dimensioniert werden, dass sie auch den Spitzenlastbetrieb (etwa im Weihnachtsgeschäft) bewältigen können. Den Rest der Zeit hängen die teuren Rechner gelangweilt herum: Die durchschnittliche Auslastung der Server in den Betrieben liegt nach verschiedenen Studien nur bei 20 bis 30 Prozent.

Auf welche Weise rückt nun das Virtualisierungskonzept dieser Malaise zu Leibe? Das entscheidende Merkmal einer Virtualisierungslösung ist die Trennung der IT-Elemente und ihre Einbindung in eine flexible Infrastruktur, die Anwendungen nur jeweils den aktuell benötigten Ressourcenbedarf zur Verfügung stellt.

Durch die Trennung der verschiedenen Ressourcen reduzieren sich die gegenseitigen Abhängigkeiten und Systemelemente lassen sich einfach austauschen oder neu zuweisen. Die Verwaltung vereinfacht sich, wodurch schnell und flexibel auf neue Anforderungen reagiert werden kann.

Prinzipiell lässt sich die gesamte IT-Infrastruktur nach dieser Methode optimieren. Häufig ist dies aber nicht unbedingt die günstigste Variante. Je nach Teilsegment der IT-Landschaft unterscheidet man daher verschiedene Virtualisierungsschwerpunkte, die sich jeweils separat umsetzen lassen (Elementevirtualisierung). Die wichtigsten sind: Maschinenvirtualisierung (siehe Kasten), Servervirtualisierung, Speichervirtualisierung und Desktopvirtualisierung.

Maschinenvirtualisierung

  • Betriebssystem und Anwendungen werden zu einer „virtuellen Maschine“ (VM) kombiniert. Eine VM ist einfach ein virtueller Computer
  • Eine virtuelle Maschine läuft auf einem physischen Hostcomputer, wobei eine spezielle Software, der „Hypervisor“, die entsprechende Betriebssystemumgebung schafft
  • Die virtuelle Maschine wird unabhängig vom Betriebssystem des physischen Hostcomputers betrieben
  • Mehrere virtuelle Maschinen können gleichzeitig auf einem einzigen Server laufen. Sie bilden somit „Server im Server“.
  • Dabei bietet die Maschinenvirtualisierung Isolierung und Sicherheit in einem Maße, als würde jede virtuelle Maschine eigenständig auf ihrem eigenen Hardwareserver betrieben
  • Alle virtuellen Maschinen arbeiten isoliert voneinander, kommen sich so nicht ins Gehege – ein universeller Einsatz wird möglich

Quelle: Microsoft

Möglich machen diese Lösungen erst ausgeklügelte Softwarepakete, die Hypervisoren, wie sie etwa Citrix, Microsoft und VMware anbieten. Salopp gesagt, schaffen es die Virtualisierungskünstler, Ressourcen wie etwa einen Server mittels Software so in separate Einheiten zu unterteilen, dass aus einer Hardware (Server) mehrere werden. Mit den Worten von Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell: „Virtualisierung ermöglicht es, mehrere isolierte Umgebungen als individuelle virtuelle Maschinen auf einem physikalischen Server laufen zu lassen.“

Schnellschüsse unerwünscht

Die Vorteile einer Virtualisierungslösung liegen also auf der Hand: mehr Flexibilität, mehr Leistung aus der vorhandenen Hardware, reduzierte Kosten. Allerdings bedeutet das nicht, dass nun die gesamte Infrastruktur koste es was es wolle virtualisiert werden sollte. Eine genaue Analyse muss zeigen, wo und unter welchen Bedingungen sich Virtualisierung lohnt. In den meisten Betrieben laufen daher auch „Hybride“ aus physischen und virtuellen Systemen.

Dies klingt nicht nur nach komplexen Strukturen, es sind auch komplexe Strukturen, die so entstehen. Damit sich das Ganze trotzdem rechnet, ist der Einsatz von entsprechender Management-Software von entscheidender Bedeutung. Anna Fetzer, Produktmanager System Center bei Microsoft Deutschland: „Um zu vermeiden, dass Kosteneinsparungen, die mit Virtualisierung erzielt werden sollten, auf diese Weise geschmälert werden, ist eine homogene IT-Verwaltung entscheidend. Dazu ist eine einheitliche Verwaltungsplattform empfehlenswert, unter der die gesamte IT-Infrastruktur vereint ist – sowohl die physischen als auch die virtuellen Komponenten.“ Verwaltungsplattformen für virtualisierte Umgebungen werden von mehreren Herstellern angeboten. Ohne sie könnte ein Virtualisierungsprojekt leicht nach hinten los gehen und am Ende die Kosten durch gestiegene Komplexität sogar erhöhen. Neben der Senkung des Verwaltungsaufwands ermöglichen solche Plattformen auch ein hohes Maß an Automatisierung (etwa der Updateprozesse für die beteiligte Software), was wiederum der Flexibilität und Kostenreduzierung zugute kommt.

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